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Jahresgeschäftsbericht 2018 ( 20.08.2019 )
 
Jahresgeschäftsbericht der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018
 
Sehr verehrte Damen,
sehr geehrte Herren,
liebe Mitglieder der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen,


Ein Sprichwort sagt: „Der Preis des Erfolgs ist Hingabe. Unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will und harte Arbeit.“ Und unsere Arbeit ist hart.

Es ist das Training in den frühen Morgenstunden und die langen Nächte.

Es ist die Kälte, die Hitze, der Dreck und der Staub.
Es sind die vielen Jahre, um zu lernen, wie man Potential erkennt.

Es ist unsere Verantwortung gegenüber jenen, die vor uns waren. Und unser Vermächtnis an die, die nach uns folgen.

Es ist unsere Verpflichtung gegenüber dem Vollblut. Gegenüber den Menschen, unserer Natur. Verpflichtung die Dinge gewissenhaft und voller Sorgfalt zu tun. Oft auf die beschwerliche Art.

Denn es geht nicht nur um den Moment auf der Ziellinie oder den Zeitpunkt, wenn der Hammer fällt.

Es ist der Fleiß, der Schweiß, das Scheitern und die Hoffnung.

Das ist unser Lebenswerk.


Dies sind die Worte eines von der Besitzervereinigung erstellten 2-minütigen Image-Videos (welches in der Zwischenzeit von über 150.000 Menschen gesehen wurde) für alle am Rennsport Beteiligten. Seien es Besitzer, Züchter, Reiter, Trainer, Pfleger oder Rennvereine. Um im Rennsport erfolgreich zu sein, die Experten unter uns werden das wissen, braucht man die drei Gs. Geld, Geduld und Glück. Bei den meisten scheitert es oft an den letzten beiden Gs. Umso mehr muss man allen Beteiligten gegenüber dankbar sein, wenn sich diese in das spannende Abenteuer Rennsport stürzen. Eine Gruppe, die leider manchmal zu kurz kommt, sind die Menschen, ohne welche wir unseren schönen Rennsport nicht hätten – die Züchter.

Bereits mit dem Kauf einer potenziellen Mutterstute begeben sich diese in ein Abenteuer, dessen Früchte man erst Jahre später ernten kann. Während Besitzer, Trainer und Reiter bei Siegerehrungen sowie im Rennprogramm immer erwähnt werden, ist es leider auch heute noch an der Tagesordnung, dass der Züchter viel zu oft keinerlei Erwähnung für seinen Einsatz und seine Arbeit erhält.

Oft scheitern Änderungen oder Neuerungen im Rennsport an den nicht vorhandenen finanziellen Mitteln. Eine Erwähnung des Züchters an prominenter Stelle im Rennprogramm kostet aber kein zusätzliches Geld und ist in unseren Augen unabdingbar und notwendig, um die gesamte Rennsportfamilie mitzunehmen.

Anlässlich des 150. Derbys in Hamburg veröffentlichte die Sport Welt unter der Regie von Peter Brauer und Patrick Bücheler das Buch „Die Hamburger Derby-Reden - Ein Stück Turfgeschichte“. In diesem zeitlosen Nachschlagewerk werden alle bisher gehaltenen Derby-Reden aufgeführt und sie sind eine Fundgrube an Ideen und Anregungen für unseren Sport. Man muss aber nicht in dieses tolle Buch, welches wir jedem Turf-Enthusiasten nahelegen wollen, schauen, um aktuelle Anregungen für den Sport zu erhalten, sondern nur der Rede des Präsidenten des Hamburger Renn-Clubs, Eugen Andreas Wahler, anlässlich der festlichen Veranstaltung im Rathaus zum 150. Jubiläum lauschen:
„Wenn wir nach vorne schauen und uns fragen, was wir ändern müssen, dann sage ich: In der Zucht gar nichts. Ansonsten müssen wir moderner werden, für Wetter, für Zuschauer, für Sponsoren, sprich für alle Interessensgruppen.“

Dies hob Dr. Günter Paul in seiner aktuellen Derby-Rede nochmals eindrücklich hervor und sagte: „Die großen Gestüte allein füllen unsere Rennbahnen in Deutschland bei weitem nicht genügend aus. Darum müssen wir den Rennsport für alle Züchter attraktiv halten. Sie alle – insbesondere auch die kleineren – müssen unbedingt belohnt werden, wenn ihr Pferd in einem Rennen platziert ist. Sonst hören sie auf, in Deutschland zu züchten.“

Diesen beiden Reden aus dem Juli 2019 können wir uns nur anschließen. Schon oft haben wir an dieser Stelle oder auf der Jahreshauptversammlung der Besitzervereinigung in Iffezheim auf das „Rückgrat“ der deutschen Vollblutzucht hingewiesen, und es ist uns eine Herzensangelegenheit, dies erneut zu tun. Denn ca. 80 % unserer Züchter besitzen nur eine oder zwei Zuchtstuten. Viele von ihnen verzichten auf den Ski-Urlaub, die Kreuzfahrt oder das neue Auto, um für ihre Stute einen tollen und spannenden Deckhengst in der kommenden Saison zu buchen. Es ist unsere ureigene Aufgabe, dass wir als Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen diese oft vergessene Gruppe angemessen vertreten. Sei es in der Frage der Züchterprämie oder auch in so vermeintlich kleinen Dingen wie der Erwähnung im Rennprogramm.

Während das Deutsche Derby schon sein 150. Jubiläum feierte, nochmals herzlichen Glückwunsch an den Hamburger Renn-Club, feierte die Besitzervereinigung im vergangenen Oktober ein deutlich kleineres Jubiläum. Und zwar den 5. Vollblut Experten Tag. Es gab spannende Diskussionsrunden zum Thema: „Kann oder muss man das Training von Rennpferden modernisieren?“, sowie „Kriterien eines Jährlingseinkäufers“ und „Konkurrent oder Partner – die Zukunft der Rennvereine“. Außerdem wurde ein Fachvortrag zum Thema Borreliose gehalten. Ein Highlight für die meisten der über 300 Besucher war das Interview mit dem Überraschungsgast, der Turfpersönlichkeit Andrasch Starke.

Auch für dieses Jahr (am Samstag, dem 26. Oktober in Hannover) können wir Ihnen mitteilen, dass wir wieder viele spannende Themen rund um den Rennsport für Sie vorbereitet haben. Übrigens sind dies genau die Themen, welche von Teilnehmern aus dem letzten Jahr auch gewünscht wurden.

• Diskussionsrunde zum Thema: Aktuelle Entwicklungen im Rennsport:
Direktoriums Präsident Dr. Michael Vesper berichtet zusammen mit seinen beiden Geschäftsführern über aktuelle Entwicklungen bei German Racing und im Direktorium für Vollblutzucht und Rennen. Im Rahmen dieser Diskussionsrunde stehen die Herren auch für Ihre Fragen und Anregungen zur Verfügung.

• Diskussionsrunde zum Thema: Besitzergemeinschaften:
In Australien sind Besitzergemeinschaften ein alltägliches Erscheinungsbild im Rennsport. In Ländern wie den USA, Irland und England sind sie auch stark auf dem Vormarsch. In den unterschiedlichsten Formen werden kleine sowie große Besitzergemeinschaften für jeden Geldbeutel maßgeschneidert angeboten. Welche Möglichkeiten haben wir hierfür in Deutschland?

• Tierarztvortrag: „Meine Stute fohlt, was nun?“:
Der international renommierte Tierarzt Frederic Barrelet erklärt, was man während der Abfohlung und vor allem auch in den Tagen danach beachten muss, damit unsere Schützlinge einen perfekten Start in ihr Leben als erfolgreiche Vollblüter haben.

• Bloodstock Agent Tom Goff:
Kaum ein Agent ist international so aktiv wie Tom Goff. Er ist auf allen fünf Kontinenten bei Auktionen aktiv und kauft schon seit Jahren für die größten Besitzer dieser Welt erfolgreich Pferde. Sein Vortrag wird zweifelsohne der Höhepunkt des Tages sein.

• Interview mit einem Überraschungsgast

Mit dem Jahresgeschäftsbericht und der Einladung zur Jahreshauptversammlung haben Sie auch einen Flyer zum Experten Tag erhalten. Sollten Sie hier teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte unter www.vollblut-expertentag.de an.

Ein weiteres Hauptaugenmerk unserer Arbeit sind, wie unser Name schon sagt, die Besitzer. Hierzu haben wir, auf Einladung des Präsidenten des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, Herrn Dr. Michael Vesper, einen sehr detaillierten und umfangreichen Vortrag auf dem Forum Galopp gehalten. Leider waren nur ca. 60 Gäste bei dieser Veranstaltung anwesend. Trotzdem möchten wir einige unserer Kernpunkte nochmals wiederholen, in der Hoffnung, dass die eine oder andere Anregung aufgenommen und endlich umgesetzt wird.

Das Hauptziel unseres Sports muss es sein, neue Besitzer und Züchter zu gewinnen. Wir müssen hier jedoch aufpassen, dass wir nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen oder, wie wir Pferdeleute sagen: Das Pferd von hinten aufzäumen. Was will ich damit sagen?

Jeder, der eine kaufmännische Ausbildung hat, weiß, dass die Gewinnung von Neukunden deutlich teurer ist, als einen alten Kunden zu halten. Viele Studien sprechen von einem Verhältnis von 1 zu 5 und in manchen Analysen sogar von bis zu 1 zu 9 an Mehrkosten, um neue Kunden zu gewinnen. Aus diesem Grund sollten wir zu allererst einmal für unsere bereits aktiven Züchter und Besitzer das bestmögliche Erlebnis schaffen, um diese im Sport zu halten. Wenn uns das gelingt, dann sind wir auch soweit, neue Besitzer und Züchter zu generieren, denn dass hier Handlungsbedarf besteht, sehen Sie an den Kernzahlen der letzten fünf Jahre, welche stagnieren oder sogar rückläufig sind.

Was können wir also besser machen? Wir sind alle der Meinung, dass attraktive Rennpreise einen attraktiveren Sport und damit bessere Vermarktungsmöglichkeiten für alte und neue Besitzer und Züchter und auch Sponsoren bieten. Sind wir doch mal ehrlich: Die Leute schauen sich auch lieber ein Champions League Finale als ein Kreisligaspiel an. In den deutlich erfolgreicheren Ländern als Deutschland sind es definitiv die Highlights, welche den Rennsport antreiben und die Fantasie von Besitzern und Züchtern beflügeln. Bei uns sind dies natürlich unsere klassischen Rennen, sowie die Black-Type Prüfungen, in welchen sich unsere Cracks messen. Aber auch Prüfungen wie die fünf „Superhandicaps“ in Bad Harzburg mit einer Gesamtdotierung von 100.000 € stimulieren die Fantasie aller Beteiligten des Rennsports.

Wir brauchen ganz klar mehr Highlights im deutschen Rennsport! Highlights, bei denen sich die aktuellen Besitzer und Züchter wohlfühlen, damit diese dann als Multiplikatoren agieren, um neue Fans für den Rennsport zu gewinnen.

Der Rote Teppich für Besitzer muss ausgerollt werden! Im Durchschnitt haben wir 8,5 Starter in einem Rennen. Die meisten Besitzer verlieren also und hier ist es wichtig, dass man diesen ein gutes Erlebnis vermittelt - auch in der Niederlage.

Ein weiteres Feld, in welchem es deutliche Verbesserungsmöglichkeiten gibt, sind die Ausschreibungen. Hier haben wir einen Vorschlag, welcher sogar noch Kosten spart. Ich kann nicht verstehen, dass im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts die Nennungen noch nicht zentral über ein EDV System gesteuert werden, sondern individuell von Mitarbeitern der Rennvereine eingegeben werden. In Ländern wie Frankreich und England werden die Nennungen komplett über EDV gesteuert. Somit kann man mit Smartphone, Tablet oder Computer jederzeit nennen und braucht gar nicht mehr beim Rennverein anzurufen. Die ständige Verlängerung von Nennungsschlüssen ist auch nicht gerade förderlich, um Menschen zu erziehen, dass man sich zum Termin pünktlich anzumelden hat! Außerdem verliert der Rennverein dabei noch bares Geld, das dann bei den Rennpreisen fehlt.

Noch schlimmer steht es um die Verlässlichkeit der Ausschreibungen. Es kann nicht sein, dass Renndistanzen nachträglich geändert werden. Hierzu möchte ich Ihnen ein Beispiel aus dem vergangenen Sales und Racing Festival liefern. Von insgesamt 14 Rennen mit normalem Nennungsschluss wurden über die Hälfte im Nachhinein verändert und dies nicht in geringem Maße:

Ein Sieglosen Rennen wurde statt über 1400 Meter über 1600 Meter gelaufen; ein Agl. III von 1400 Metern auf 1800 Meter verlängert und ein weiterer Agl III, von 1800 Meter um ganze 1000 Meter verlängert, über 2800 Meter gelaufen! Ich glaube, da sind wir uns alle einig, dass so ein Rennen komplett andere Pferde anspricht. Unser Wunsch ist so klein, wie auch einfach: Ausgeschriebene Rennen müssen stattfinden.

Unsere Regionalverbände und die Junge Besitzervereinigung haben in Eigenregie auch wieder verschiedene schöne Veranstaltungen für unsere Mitglieder organisiert und unterstützt.

Die Mitteldeutsche Besitzervereinigung hielt ihren alljährlichen Züchtertreff mit fast 100 Teilnehmern auf dem Gestüt Graditz ab, welcher auch mit einer Hengstpräsentation von Langtang, Lucky Lion und Russian Tango verbunden war. Die Norddeutsche Besitzervereinigung veranstaltete wieder ihren beliebten Stammtisch in Hannover, mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Traumberuf Trainer – Warum tue ich mir das an?!“. Mit einem Rekordzuspruch von 105 Anmeldungen war dieser ein voller Erfolg. Die Bayerische Besitzervereinigung veranstaltete letztes Jahr einen zusätzlichen Renntag in München, welcher nicht nur bei den süddeutschen Besitzern großen Anklang fand. Die Junge Besitzervereinigung unterstützte im Rahmen des Hamburger Derby Meetings wieder den Young Turf Day, an welchem sie auch ein Rennen sponsorte.

Auch in der Geschäftsstelle haben sich bei uns einige Änderungen ergeben. Leider hat uns Frau Kathrin Bernecker zum 1. November 2018 verlassen. Nachfolgerin für Frau Bernecker ist Frau Elena Delor, welche wir für die Besitzervereinigung gewinnen konnten.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 175. Jubiläum des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins überreichte der Direktoriums Präsident, Dr. Michael Vesper, die Goldene Medaille des Direktoriums an unser Vorstands- und Präsidiumsmitglied Peter Endres. Wir erlauben uns hier die Rede von Herrn Dr. Vesper nochmals für alle wiederzugeben:

"Der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein hat in den 175 Jahren seines Bestehens Kriege und Krisen erfolgreich überstanden. Und das liegt ganz besonders an den Menschen, die ihn in allen Jahren getragen haben.

In den letzten 25 Jahren war das zuallererst Peter Michael Endres, dem wir heute für sein unermüdliches und beeindruckendes Engagement danken wollen. Zunächst hatte er fünf Jahre als Vizepräsident geübt, und war so erfolgreich, dass er dann Präsident wurde und es bis heute geblieben ist.

In diesem Vierteljahrhundert hat der Präsident Endres wahrlich starke Akzente gesetzt. Seine größte Tat: dass es gelang, den Preis der Diana hierher nach Düsseldorf zu holen und zum zweitwertvollsten Pferderennen Deutschlands zu machen. Das schaffte Peter Endres, indem er es verstand, mit Albrecht Woeste einen Mitstreiter an seine Seite in den Vorstand zu holen und zur Vizepräsidentschaft zu motivieren, der zum einen selber über herausragende Fähigkeiten verfügt und zum anderen Henkel zu einer engen Partnerschaft mit dem Rennverein und zum Patronat über die Diana begeisterte. So ist etwas Wunderbares entstanden, zumal Präsident und Vizepräsident gemeinsam mit all ihren Möglichkeiten starke weitere Partner aus der Wirtschaft zu einem Engagement motivieren konnten.

Peter Endres entdeckte und entwickelte seine Liebe zu den Vollblutpferden seit 1985. Für einen Finanzexperten, der seine Prägung in der knallharten Bankenwelt von Frankfurt, London und New York bekommen hat, ist diese romantische, ursprüngliche und leidenschaftliche Seite ein starker Kontrast. Zusammen mit seiner kongenialen Ehefrau Helga, die seine enorme Vollblutpassion noch zusätzlich befeuert, beteiligte er sich am Gestüt Auenquelle von Helge und Karl-Dieter Ellerbracke. Damit trug er ganz entscheidend dazu bei, dass Auenquelle zu einer der größten und wichtigsten Zuchtstätten für Vollblüter wurde.

Durch die Aufstellung der Hengste Big Shuffle und in jüngeren Jahren Soldier Hollow, die beide zahlreiche Deckhengst-Championate errangen, hat dieses Großgestüt eine bedeutende Ausstrahlungswirkung auf die gesamte nationale und internationale Zucht entwickelt. Das beste Pferd, das die beiden Ehepaare miteinander züchteten, wurde die Championstute Gonbarda, die in der Zucht Mutter des bedeutenden Hengstes Farhh wurde.

Peter Endres ist ein Mann, der in großen Zusammenhängen denkt und zugleich bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Zusammen mit Manfred Ostermann ist er dienstältestes Vorstandsmitglied des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen. Dem Dachverband – und auch der Besitzervereinigung – hat er seit 1994 seine Erfahrung und seine Tatkraft zur Verfügung gestellt. Seit es das Präsidium gibt, ist er auch in diesem Mitglied und gehört zweifellos zu den einflussreichsten Personen in der jüngeren Vergangenheit dieses Sports.

Seit eineinviertel Jahren darf ich mit Peter Endres in diesem Präsidium zusammenarbeiten. Das ist nicht nur äußerst angenehm, weil er zuverlässig ist und sich stets eines freundlichen Tons bedient, auch wenn er einmal streng sein muss, sondern es ist auch lehrreich. Er zeichnet sich durch einen weiten Horizont und feste Bodenhaftung aus – und vor allem auch durch die Fähigkeit, Althergebrachtes zu hinterfragen. Seine Beiträge sind - anders als der meinige heute – kurz und prägnant. Peter Endres kommt auf den Punkt, uneitel und ohne Schnörkel. Und wenn einmal schwere Wetter aufziehen, scheucht er sie mit seiner unaufgeregten Kompetenz und seinem ganz speziellen Lächeln (halb spöttisch, halb belustigt) schnell weg – Peter Endres ist das reine Hochdruckgebiet. Auch in den kontroversesten Diskussionen bemüht er sich unermüdlich, alle zurück auf den Boden zu holen und unter einen Hut zu bringen – nicht nur mit Appellen an die Harmonie, sondern mit kreativen Lösungsvorschlägen.

Auf einen kurzen Nenner gebracht ist das jahrzehntelange Wirken des Peter Endres, ein unschätzbarer, ein Riesengewinn für den deutschen Galopprennsport und die Vollblutzucht. Deshalb hat der Vorstand des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen mich beauftragt, etwas zu tun, das seit seiner Gründung vor fast 70 Jahren erst 25mal getan worden ist: Lieber Herr Endres, es ist mir eine große Freude, dass ich Ihnen in Anerkennung all Ihrer Verdienste die höchste Auszeichnung verleihen darf, die unser Sport zu vergeben hat: die Goldene Medaille. "



Daniel Krüger im Auftrag des Vorstandes
 
 
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