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Protokoll Jahreshaupt- und Mitgliederversammlung ( 15.11.2016 )
 
Protokoll
der ordentlichen Jahreshaupt- und Mitgliederversammlung
am 29. August 2016 im Longines Club, auf der Rennbahn in Iffezheim
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TOP 1 Begrüßung durch den Präsidenten

Herr Ostermann begrüßt die Versammlung, insbesondere Herrn Dr. Jacobs als Präsidenten von Baden Racing, Herrn Vogel als geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e. V., Herrn Leisten, als Leiter der technischen Kommission und Zuchtkommission des Direktoriums, Frau Mäder, als Vorsitzende des Trainer- und Jockeyverbandes, und Frau Hofmeister, als Geschäftsführerin von Baden Racing. Herr Ostermann übergibt Frau Hofmeister das Mikrofon, auch diese begrüßt auch die Versammlung. Danach bittet Herr Ostermann Herrn Dr. Jacobs als Präsident von Baden Racing ans Mikrofon.

Dieser heißt die Versammlung auf der Rennbahn in Iffezheim herzlich willkommen, berichtet von den beiden vergangenen Renntagen und dankt für die Unterstützung der Besitzer. Er stellt fest, dass alle Beteiligten rund um Baden Racing näher zusammengerückt seien und dass die Gemeinde das Areal der Rennbahn gekauft habe. Davon ausgenommen ist die Tribüne, die wahrscheinlich noch zum Zwangsverkauf stehen werde; dies sollte aber niemanden beunruhigen. Damit wären die Altlasten des Internationalen Clubs erledigt. Mit der Gemeinde wurde darüber hinaus eine Vereinbarung über eine 20-jährige Laufzeit geschlossen. Dafür habe Baden Racing auch 1,2 Millionen Euro für Renovierungs- und Investitionsmaßnahmen erhalten, die nun langsam anlaufen. Die neue Beregnungsanlage habe schon viel gebracht, so z. B., dass die Pferde nicht mehr so weit außen laufen. Herr Dr. Jacobs weist darauf hin, dass alle im Rennsport nah zusammenrücken sollten, und dankt für die Unterstützung insbesondere auch des Präsidenten Manfred Ostermann, da er mit dem Gestüt Ittlingen auch ein Sponsorship übernommen habe. Insgesamt, fasst Herr Dr. Jacobs zusammen, sei man, was die Sponsoren angeht, in der Großen Woche gut besetzt, beim Frühjahrs-Meeting jedoch könne man noch jeden Sponsor gebrauchen. Er gibt abschließend noch einen Überblick über die Veranstaltungen der kommenden Tage der Großen Woche und berichtet über die Preisgeldentwicklung in den Grupperennen, die durch die Höherstufung (Gruppe III zu Gruppe II) auch höher dotiert seien. Zum Schluss weist er darauf hin, dass alle enger zusammenrücken und konsolidieren müssen, um stärker zu werden, und wünscht allen Anwesenden noch eine tolle Woche.

Herr Ostermann nimmt die letzte Bemerkung von Herrn Dr. Jacobs auf und ermutigt alle in den verschiedensten Gremien, Beschlüsse dazu zu fassen. Er wünscht den Beteiligten von Baden Racing weiterhin ein gutes Gelingen und Hals und Bein.
Herr Ostermann gedenkt folgender verstorbener Mitglieder:

• Herr Dr. Peter Ausserehl
• Herr Jens Dittmer
• Herr Heinz Harzheim
• Herr Karl-Heinz Oehler
• Herr Johann Friedrich Saalbaum
• Herr Joachim Schladitz
• Herr Heinz Weil
Herr Ostermann berichtet, dass 2016 das Jahr der Jubilare sei. Vier der Jubilare sind anwesend: Horst Kagel und Rolf Leisten sind 75 Jahre alt geworden und Herr Rolf Harzheim sowie Matthias Seeber wurden 50 Jahre jung. Des Weiteren gibt es an diesem Tag eine besondere Konstellation: Gregor Baum, Gründer des Gestüts Brümmerhof, Züchter von Danedream, Präsident des Hannoverschen Rennvereins und Vize-Präsident der BBAG sowie der Besitzervereinigung wird 50 Jahre alt.
Herr Baum bekommt mit Unterstützung eines Saxophonspielers ein Geburtstagsständchen sowie Geschenke der Besitzervereinigung und der BBAG.
Anschließend stellt Herr Ostermannt wichtige Zahlen und strukturelle Rahmenbedingungen des Rennsports vor: „2013 hatten wir seitens der Besitzervereinigung mit dem Direktorium und dem Dachverband der Rennvereine der BGG ein Förderprogramm zur Stärkung des Zucht- und Rennpferdebestandes beschlossen. Ich glaube, auch sagen zu können, mit Erfolg umgesetzt. So wurden dann im Jahre 2014 und 2015 gut 1,6 Millionen Euro mehr an Rennpreisen ausgeschüttet, sodass das Rennpreisvolumen von 12,9 Millionen Euro auf 14,5 Millionen angestiegen ist. Bei der Züchterprämie ist das Volumen von 2,5 Millionen auf 3,2 Millionen Euro gestiegen. Wir haben eine ganze Menge Geld in einen Kreislauf gebracht. Die positive Konsequenz für den gesamten Sport: es gab deutlich mehr Bedeckungen. In 2013 waren es noch 974 Bedeckungen und in den Jahren 2014 und 2015 gerundet 1150 Bedeckungen – eine signifikante Steigerung.“
Herr Ostermann berichtet weiter, dass es gelungen sei die Anzahl der Pferde in Training zu steigern. Trotz, und das sei das Erstaunliche, einer geringeren Anzahl an Züchtern und Besitzern. Dieses Phänomen müsse man noch aufarbeiten.
Weiter berichtet Herr Ostermann: „Allerdings ist seit Anfang 2016 ein doch ernst zu nehmendes seriöses Problem auf uns Besitzer zugekommen, nämlich, dass einige wichtige Rennvereine wegen ihrer wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr in der Lage waren, die Zusagen aus dem Förderprogramm nun auch in diesem Jahr zu realisieren. Das heißt im Klartext, wir haben gegenüber 2014 ca. 15 Renntage verloren und damit ca. 900.000 Euro an Rennpreisvolumen und den daraus resultierenden Züchterprämien. Besonders markant für uns alle ist der Wegfall von 5 Renntagen in Frankfurt, aber auch weitere Renntage in München, Krefeld, Bad Doberan etc. Viele Rennvereine tun sich schwer mit der Finanzierung ihres Jahresprogramms und wir dürfen sie nun nicht an den Pranger stellen oder gar verurteilen, im Gegenteil, wir sollten durch eine umfangreiche Gemeinschaftsinitiative ihnen deutliche Hilfen zukommen lassen.
Ursächlich für die Gesamtproblematik der Refinanzierung unserer Rennvereine ist das Wettgeschäft. Haben im Jahre 2000 unsere Rennvereine noch 120 Millionen Euro an Wetten umgesetzt, so sind es 2015 nur noch 30 Millionen Euro gewesen. So kann sich jeder ausrechnen, was das für einen Rennverein und seine wirtschaftliche Aktivität bedeutet. Warum 30 Millionen? - Unsere Wetter, unsere Wettplattformen und unsere Wettbewerber haben sich in ihrem wirtschaftlichen Handeln verändert. In erster Linie ist aber der Wetter auf andere Geschäftsmodelle zugegangen, die der Neuzeit entsprechen. Sie haben sich in sehr großem Umfang den Online-Plattformen zugewandt. So sind Pferdewetten.de, onextwo, German Tote und Racebets die Profiteure dieses Strukturwandels. Zum Glück, muss man sagen, hat der gesamte deutsche Rennsport wesentliche Beteiligungen an German Tote und Racebets getätigt.“
Vor etlichen Jahren wurde German Tote von den deutschen Rennvereinen initiiert und gegründet und vor gut 6 Jahren gab es die Gemeinschaftsinitiative der Beteiligung des Rennsports an Racebets, berichtet Herr Ostermann.
Trotz vieler kritischer Stimmen damals müsse man heute sehr deutlich sagen, dass dies die absolut richtigen Entscheidungen waren. Ohne die jährlichen Zahlungen dieser beiden Unternehmen würde der komplette deutsche Rennsport in heutiger Form schon nicht mehr existieren.
Herr Ostermann macht deutlich: „Damit wir als Besitzer in Zukunft unsere Pferde an attraktiven Rennveranstaltungen teilnehmen lassen können, müssen unsere Rennvereine auf eine deutlich bessere wirtschaftliche Basis gestellt werden und sie müssen sich dringendst den strukturellen Veränderungen und den unterschiedlichen Wünschen des Marktes stellen.“
Darüber hinaus schwebe nach wie vor das Damoklesschwert der endgültigen Schließung der Frankfurter wie auch der Bremer Rennbahn über uns - eine fatale Konstellation, gibt Herr Ostermann zu bedenken. Unser Sport könne kein Angebot an Rennen mehr in diesen Regionen bieten und ohne Angebot keine Nachfrage. Keine Nachfrage heiße kein wirtschaftliches Ergebnis.
Wo wir von der Besitzervereinigung es verantworten können und verantworten wollen, werden wir unsere Rennvereine adäquat und intensiv unterstützen. Aber auch andere Institutionen und Personen seien gefragt.
Weiter führt Herr Ostermann aus, dass wir für 2017 in verschiedensten Gremien, im Direktorium, im Rahmen der Betriebsgesellschaft der Rennvereine und im Vorstand der Besitzervereinigung daran arbeiten, das Ausschreibungs- und Rennpreisvolumen wieder auf die Basis von 2014 und 2015 zu bringen.
Er berichtet, dass Herr Woeste, der Präsident des Direktoriums einen sehr wesentlichen Lösungsvorschlag eingebracht habe, mit dem wir alle wieder mit einem Rennpreisvolumen von ca. 14,5 Mio. Euro rechnen können. Herr Ostermann glaubt sagen zu können, dass man mit vielen konstruktiven Gesprächen wieder das angesprochene Niveau des Rennpreisvolumens erreichen könne.
Eine wesentliche Neupositionierung unserer Vereinigung für die Zukunftsgestaltung sei die Integration einer Nachwuchsorganisation in unseren eigenen Reihen.
Der Vorstand der Besitzervereinigung hat sich dazu entschlossen, den „jungen“ Besitzern ebenso wie den Regionalvertretungen eine permanente Position mit dauerhaftem Sitz im Vorstand zu geben, berichtet Herr Ostermann. Marc Daßbach werde diese Organisation leiten. Sie solle den Besitzer- und Züchternachwuchs darstellen. Eine erste konstruktive Sitzung der Nachwuchsorganisation fand vor 5 Tagen statt. Von dieser Veranstaltung haben wir sehr viel Positives gehört, wir können uns nur wünschen von unseren Kindern, den jungen Damen und Herren in unserem Verein, viele Impulse, aber auch kritische Fragen und ebensolche Anregungen und neuzeitliche Perspektiven zu erhalten.
Herr Ostermann berichtet weiter, dass die Besitzervereinigung darüber hinaus weitere Aktivitäten zur Verbesserung des Gemeinschaftssinnes unseres Verbandes initiiert habe.
So der Vollblut-Expertentag in Hannover, auch in diesem Jahr im Oktober mit dem anschließenden Renntag der Gestüte. Die Resonanz aus unseren Mitgliederkreisen war in den letzten beiden Jahren so intensiv, dass diese Veranstaltung ausgebucht war.
Weitere Aktivitäten sind das Graditzer Züchtermeeting, das Gestütsfest im Ohlerweiherhof oder im Rahmenprogramm des Derbymeetings die Alsterfahrt.
Rückblickend, sagt Herr Ostermann, fand das Derby, unser wichtigstes Zuchtrennen, in einem Umfeld statt, wie man es sich schlechter nicht hätte denken können. Dauerregen mit ergiebigen Niederschlägen, ein Rennbahngeläuf über- und überstrapaziert von Galopper- und Traberhufen. Den Verantwortlichen des Hamburger Renn-Clubs könne man für diese extreme Wetterkonstellation wirklich keine Vorwürfe machen, aber die Änderung wichtiger Details, wie mehr Rennen auf der Innenbahn, weniger Trabrennen, großzügiges Ausstecken der Rennbahn, müsse möglich sein.
Ebenso, und das sei ein unbedingtes Muss, müsse das Derby an einem früheren Tag des Meetings stattfinden als bisher. Der letzte Renntag und das drittletzte Rennen des Meetings, das sei ein No-Go für das Derby, unterstreicht Herr Ostermann. Wir bringen unsere Spitzenpferde nach Hamburg und können dies in dieser Form nicht weiter verantworten
Eine neue Meetingsform für Hamburg müsse geschaffen werden, man sei mit den Vertretern des Hamburger Rennclubs in intensiven Gesprächen und er glaubt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir haben aber in 2017 auch eine besondere Konstellation, da zum ursprünglich vorgesehenen Termin der G20-Gipfel stattfindet.
Der Präsident beglückwünscht Herrn Wöhler, der ein Novum geschafft hat. Der eine 100 %-Quote realisierte und mit nur einer Mutterstute einen Derbysieger gezüchtet. Herr Wöhler ist auch verantwortlich als Trainer der jüngsten Diana-Siegerin Serienholde. Er hat die Diana nun drei Mal hintereinander gewonnen, auch dies ist eine Auszeichnung. Aber noch außergewöhnlicher ist der Rekord unseres langjährigen Mitgliedes, Hans Hugo Miebach mit seinem Gestüt Wittekindshof, der es mit Serienholde schon zum 5. Male in den letzten 20 Jahren schaffte, aus eigenem Bestand eine Diana-Siegerin zu züchten.
Herr Ostermann fragt: „Wie schätzen wir alle hier im Saal den aktuellen internationalen Leistungsstandard der deutschen Rennpferde ein? Wie stark sind unsere Pferde im Verhältnis zu den englischen, irischen und französischen Spitzengaloppern?“ Er glaube: sehr gut, wie man an den Ranking-Zahlen eines Protectionist sehe, dieser stehe aktuell an 20. Stelle des internationalen Generalausgleiches, das sei sehr gut, aber dennoch deutlich entfernt von einem Rating, das Danedream und Novellist erreicht haben.
Er glaubt, dass uns in der Breite doch der ein oder andere Hochkaräter fehle. Wenn man sich fragt, warum dies so sei, gebe es viele Antworten, aber zwei, die der Präsident für treffend hält: Zum einen fehlt uns aktuell ein alles überragender Deckhengst wie es Monsun war, der die deutsche Zucht sehr geprägt hat und überdies noch einen internationalen Input geschaffen hat. „Zum anderen haben wir nur eine kleine Anzahl an Mutterstuten im Verhältnis zu unseren internationalen Kollegen. Von den letzten zehn Diana-Siegerinnen stehen acht heute in ausländischem Besitz. Wir müssen daran arbeiten diese außergewöhnlichen Tiere in unseren Reihen zu behalten.“

Herr Ostermann schließt seine Rede mit den Worten: „2013 haben Sie mich an dieser Stelle für drei weitere Jahre gewählt, ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal für Ihr Vertrauen.
Ebenso gebührt mein Dank meinen Vorstandskollegen für die intensive und konstruktive Zusammenarbeit, besonders danke ich Herrn Krüger, unserem Geschäftsführer.“

Herr Krüger teilt mit, dass die Versammlung beschlussfähig ist mit 70 anwesenden oder durch Vollmacht vertretenen Mitgliedern.

TOP 2 Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom
31. August 2015

Das Protokoll wird einstimmig genehmigt.

TOP 3 Aussprache zum Jahresgeschäftsbericht

Der Jahresgeschäftsbericht wird ohne Aussprache einstimmig genehmigt.

TOP 4 Ressortberichte

Herr Krüger begrüßt die Versammlung in seiner alten Heimat und berichtet aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr:
Die Mitgliederzahl beträgt aktuell 580 und damit 11 Mitglieder mehr als vergangenes Jahr. Außerdem ist es das zweite Jahr in Folge, in dem der Mitgliederbestand angestiegen ist.
Auch im vergangenen Jahr haben wir einen Jahresüberschuss in Höhe von knapp über 1.500 € erwirtschaftet. Dass dieser nicht so positiv wie im Jahr 2014 ausfiel, lag unter anderem daran, dass wir den Frankfurter Rennverein mit 25.000 € in seinem Kampf um den Erhalt der Rennbahn unterstützt haben. Des Weiteren hatten wir 2015 bei den Spenden geringere Erträge, dies habe aber nicht daran gelegen, dass unsere Mitglieder weniger gegeben haben, sondern an der Tatsache, dass diese Spenden direkt an Rennvereine geflossen seien wie z. B. für den Renntag der Gestüte. Der Jahresabschluss wurde von der Kanzlei Klein & Partner in Leverkusen erstellt und von unserem Vorstand verabschiedet.
Im Berichtszeitraum 2015 hatten wir erstmalig seit vielen Jahren einen Anstieg in der Population der Fohlen und zwar in Höhe von 116 Fohlen von 748 auf 864. Die Zahl der Züchter, 525, sei trotzdem leicht rückläufig gewesen. Zur Verteilung des Stutenbesitzes innerhalb der deutschen Züchter berichtete Herr Krüger, dass über drei Viertel aller aktiven Züchter nur ein bis zwei Stuten besitzen. Diese bilden das Rückgrat unserer so erfolgreichen deutschen Vollblutzucht und ein großes Pfund gegenüber anderen Zuchtnationen. In den vergangenen fünf Jahren gewannen mit Pastorius und Isfahan Hengste das Derby, die nicht nur von deutschen Deckhengsten abstammten, sondern auch von Züchtern, die zur damaligen Zeit nur mit ein oder zwei Stuten züchteten. Das zeige wie stark unsere Züchter sind.
Unsere Züchter verdienten in den vergangenen beiden Jahren weit über 3,2 Millionen Euro pro Jahr an Züchterprämien. Dies sei ein deutlicher Anstieg zu den Jahren davor, was natürlich darauf beruhe, dass wir die Züchterprämie für 2- und 3-jährige Pferde von 24 auf 30% erhöht haben, mathematisch gesehen eine Erhöhung um 25%.
Auch die Zahl der Einfuhr von Pferden sei das zweite Mal in Folge nach 2013 gestiegen und habe die höchste Zahl in den vergangenen 10 Jahren erreicht.
Die Zahl der Rennen 2015 war relativ stabil, doch werden wir leider 2016 einen Knick haben.
Auch 2015 griff die 2013 versprochene Rennpreiserhöhung umfänglich und es wurden knapp 15 Millionen Euro für alle unsere Aktiven ausgeschüttet.
Der Durchschnittgeldpreis je Rennen sei mit 11.314 € auch im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen.
Relativ stabil geblieben sei die Zahl der gelaufenen Pferde und Mitte März hatten wir bei den Rennpferden in Training erstmals seit vielen Jahren wieder einen leichten Anstieg.
Herr Krüger berichtet weiter: „Als Besitzervereinigung ist es uns auch wichtig, dass alle unsere Pferde die Möglichkeit haben, Geldpreise zu verdienen. Im Durschnitt hat jedes Pferd in Deutschland im vergangenen Jahr 6.591 € eingaloppiert.
Weiterhin besorgniserregend sind die Zahlen der Wettumsätze bei unseren Rennvereinen.
Sie sehen, dass wir im vergangenen Jahr den niedrigsten Gesamtumsatz der letzten 6 Jahre hatten und auch in diesem Jahr keine Steigerungen zu erwarten sind. Die Rennvereine, die BGG und das Direktorium müssen hier zusammen, gerne auch mit der Besitzervereinigung, vernünftige Konzepte entwickeln um hier endlich eine Kehrtwende zu schaffen.
Im vergangenen Jahr hatten wir im gesamtdeutsche Rennsport nur 3 Dopingfälle und hierbei handelte es sich auch “nur“ um falsche Medikamentengabe. Zwei Mal war ein Trainer aus Holland davon betroffen. Uns als Besitzervereinigung ist es weiterhin wichtig, dass die durchschnittliche Anzahl der Proben stabil bleibt und damit ein sauberer Rennsport weiterhin garantiert wird. Weltweit sind wir im Kampf gegen die Verabreichung von Medikamenten oder anderen Hilfsmitteln Vorbild für große, um nicht zu sagen viel größere Zuchtnationen.“
Das Graditzer Züchtermeeting wurde 2015 erstmalig durchgeführt und wurde durch das neue Team im Gestüt Graditz Herrn Tandler und Herrn Schneider sowie von Seiten der Besitzervereinigung durch Herrn Neugeboren und Herrn Krüger ins Leben gerufen. Weit über 100 Personen folgten der Einladung und hatten die Möglichkeit, eines der altehrwürdigsten deutschen Gestüte kennenzulernen. Neben unterschiedlichen Vorträgen zu aktuellen Themen aus dem Rennsport besichtigte man auch Stuten, Fohlen, Jährlinge, Deckhengste sowie eine beeindruckende Anlage.
Nahezu überrannt wurden wir im vergangenen Jahr bei unserem zweiten Vollblut-Experten Tag in Hannover, wo es fünf Vorträge bzw. Diskussionsrunden gab.
Auf Wunsch vieler Teilnehmer und auch der Rennvereine veranstalteten wir dann Anfang 2016 im Direktorium mit der für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlichen Frau Lersch einen Social Media Tag.
Eng mit dem Vollblut-Experten Tag verbunden ist der Renntag der Gestüte. Dieser wäre ohne die Gestüte Brümmerhof, Fährhof, Evershorst, Hof Ittlingen, Idee, Riepegrund, Wittekindshof, Görlsdorf, der BBAG und zu guter Letzt dem Rennstall Nizza nicht möglich gewesen.
In diesem Jahr findet der Renntag der Gestüte am 30. Oktober statt.
Herr Krüger berichtet: „Im Januar hatte ich die große Pflicht und Ehre auf der 36. Asian Racing Conference als Gastredner über den deutschen Rennsport und unsere Zucht zu referieren. Sie glauben nicht, wie sehr unsere Zucht im Ausland geschätzt wird. Nehmen Sie diesen Stolz mit. Aus 1000 Fohlen in Deutschland entstehen 7 Gruppe-I Sieger und zum Vergleich aus 1000 französischen oder englischen Fohlen entstehen 2 Gruppe-I-Sieger.“
Zum Frühjahresmeeting 2016 organisierte die Besitzervereinigung zusammen mit Baden Racing die alljährliche Championatsehrung.
Wiederbelebt haben wir, auf Wunsch vieler unserer Mitglieder, die Idee eines Dämmertörns auf der Alster. In Kooperation mit dem Hamburger Renn-Club war diese nach einer langen Pause durchgeführten Veranstaltung bereits nach 4 Tagen komplett ausgebucht.
Und mit einer Menge Spaß und Freude genossen wir im Kreise des Rennsportes einen wunderschönen Abend mit vielen Diskussionen über den kommenden Derbysieger 2016.
Bereits das siebte Mal hat die Besitzervereinigung zusammen mit ihrer Schwester German Thoroughbred Marketing in Newmarket den deutschen Renntag durchgeführt, bei dem wir nicht nur für die kommende Jährlings – und Herbstauktion geworben haben, sondern auch eine Brücke zu deutschen Trainern und Rennvereinen herstellen, damit diese durch ausländische Besitzer sei es in Form von Nennungen oder Pferden partizipieren.
Herr Krüger erläutert: „Ganz frisch kann ich Ihnen von einem tollen Nachmittag am vergangenen Freitag berichten, wo wir zusammen mit der Familie Volz auf dem Ohlerweiherhof ein tolles Gestütsfest hatten, bei dem wir nicht nur die Gelegenheit hatten die aktuellen Jährlinge zu besichtigen, sondern bei einer Talkrunde auch mit Aktiven der BBAG und der Besitzervereinigung in engen Kontakt zu treten.
Der Besitzervereinigung ist es gelungen einen Handicapper Blog zu initiieren und bei German Racing auf der Webseite zu etablieren. Chefhandicapper Harald Siemen berichtet in unregelmäßigen Abständen über verschiedenste Themen rund ums Handicap.
Im Juli 2016 führte die Besitzervereinigung eine Umfrage unter Besitzern – sowohl Mitgliedern als auch Nicht- Mitgliedern – durch. Von 870 zur Umfrage eingeladenen Besitzern haben 401 teilgenommen.“

Herr Ostermann dankt und lobt Herrn Krüger, da er für die Koordination und Ausführung der Veranstaltungen verantwortlich ist und sich nicht nur national, sondern auch international für die Besitzervereinigung engagiert.

TOP 5 Entlastung von Präsidium und Vorstand

Herr Ostermann erteilt Herrn Rolf Leisten das Wort. Dieser berichtet, mit welchem enormen Zeitaufwand sich die Mitglieder des Vorstandes und des Präsidiums in ihrer Freizeit für den Rennsport engagieren. Herr Leisten spricht Präsidium und Vorstand seinen Dank für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr aus und bittet die Mitglieder um Entlastung von Präsidium und Vorstand für das Geschäftsjahr 2015. Die Entlastung erfolgt einstimmig, bei Stimmenthaltung des Präsidiums und des Vorstandes.
Herr Ostermann dankt Herrn Leisten für seine Worte und der Versammlung für das Votum.

TOP 6 Satzungsänderungen

Herr Ostermann spricht noch einmal die schon erwähnte Gründung der Nachwuchsorganisation an und teilt mit, dass es dazu einiger Satzungsänderungen bedarf. Er bittet im Weiteren darum, eine weitere „formale“ Änderung in die Satzung aufzunehmen – die Möglichkeit der Blockwahl bei der Wahl des Vorstandes. Er bittet Herrn Krüger die Satzungsänderungen zu verlesen:

§ 6 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind:
1. das Präsidium
2. der Vorstand
3. die regionalen Besitzervereinigungen / die junge Besitzervereinigung
4. die Mitgliederversammlung

§ 8 Der Vorstand und seine Aufgaben
(1) Der Vorstand besteht aus dem Präsidium, dem Vizepräsidenten und den Vorsitzenden der Regionalvereinigungen, soweit sie mehr als 80 Mitglieder haben, und dem Vorsitzenden der jungen Besitzervereinigung, die gleichzeitig auch in der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. als Mitglieder eingetragen sind sowie weiteren Vorstandsmitgliedern. Der Vorstand hat insgesamt so viele Mitglieder, wie der Verein Delegierte in die Mitgliederversammlung des Direktoriums entsendet.

§ 9 Die regionalen Besitzervereinigungen / die junge Besitzervereinigung
(1) Zur Unterstützung der Arbeit des Vereins in den Regionen können regionale Vereine gebildet werden. Neue Vereinigungen können per Satzungsbeschluss zu Regionalen Besitzervereinigungen im Sinne dieser Satzung werden.
Zurzeit bestehen:
a. Bayrische Besitzervereinigung für Vollblutzucht und
Rennen e.V., München,
b. Norddeutsche Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V., Hannover,
c. Mitteldeutsche Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V., Hoppegarten,
d. Junge Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e. V., Köln
Die junge Besitzervereinigung hat die Aufgabe, junge Mitglieder (d.h. bis zum vollendeten 35.Lebensjahr) an den Rennsport heranzuführen, ihr Interesse zu wecken und zu vertiefen und durch beständige sorgfältige und detaillierte Information und Beratung zu fördern.
Zur Vermittlung der Anliegen und Bedürfnisse der jungen Mitglieder an den Vorstand des Vereines einerseits, andererseits zur unmittelbaren Weitergabe der Kenntnis und Erkenntnisse an die jungen Mitglieder hat der Vorsitzende (Präsident) der Jugendgruppe Sitz und Stimme im Vorstand der Besitzervereinigung.

(2) Die regionalen Vereine / die junge Besitzervereinigung haben folgende Aufgaben:

§11 Aufgaben der Mitgliederversammlung
(1) Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:
e) Wahl
- des Präsidenten
- des Vizepräsidenten
- sowie der weiteren Mitglieder des Vorstandes
(Blockwahl ist möglich);

Herr Rolf Leisten fragt:“ Das bedeutet, dass der Präsident trotzdem vor jeder Wahl fragt, ob in Blockwahl oder anonym abgestimmt werden soll?“ Der Präsident bestätigt dies. Es liegen keine weiteren Fragen vor.

Herr Ostermann bittet um die Abstimmung zu den ersten drei Satzungsänderungen zur Nachwuchsorganisation. Die Satzungsänderungen werden mit 3 Gegenstimmen und 1 Enthaltung angenommen.
Herr Ostermann bittet um die Abstimmung zur Satzungsänderung zur Aufnahme der Blockwahl. Die Satzungsänderung wird mit 2 Gegenstimmen und 1 Enthaltung angenommen.

TOP 7 Wahl des Präsidenten

Herr Leisten schlägt Herrn Ostermann zur Wiederwahl vor. Er erläutert, dass Herr Ostermann auch in schwierigen Zeiten für die Besitzervereinigung trotz Kritik mit Beharrlichkeit und Ausgeglichenheit gekämpft habe. Es sei nicht leicht mit den verschiedenen Interessen der Rennvereine zurecht zu kommen. Auch habe er für die Züchterprämie gekämpft und diese für die jungen Pferde erhöht. Dafür spricht Herr Leisten seinen Dank aus. Auch lobt er die Idee einer Nachwuchsorganisation. Er bittet um ein Votum.
Herr Ostermann wird einstimmig als Präsident wiedergewählt.
Herr Ostermann bedankt sich bei den Mitgliedern und versichert seinen Einsatz für die Besitzervereinigung

TOP 8 Wahl des Vize-Präsidenten

Herr Ostermann möchte die Kontinuität des Vorstandes beibehalten und er schlägt Herrn Baum als Vize-Präsident vor. Er bittet um das Votum der Versammlung. Herr Baum wird einstimmig als Vize-Präsident wiedergewählt.

TOP 9 Wahl des Vorstandes

Herr Ostermann verliest den Wahlvorschlag zur Wahl des Vorstandes:

• Gebhard Apelt
• Franz Prinz von Auersperg
• Dr. Christoph Berglar
• Marc Daßbach
• Heike Bischoff-Lafrentz
• Peter M. Endres
• Rolf Harzheim
• Dr. Andreas Jacobs
• Friedrich von Lenthe
• Michael Marx
• Tonya Rogge
• Eckhard Sauren
• Hubertus Schmelz
• Matthias Seeber
• Andreas Wöhler

Es wird gefragt, ob weitere Personen kandidieren wollen. Weitere Kandidaten melden sich nicht.
Herr Ostermann dankt dem Vorstand für seine Arbeit und bedankt sich bei Herrn Kappes, der auf persönlichen Wunsch aus dem Vorstand ausscheidet, für die vierjährige Zusammenarbeit und freut sich, dass Herr Kappes in anderen Gremien noch zur Verfügung steht, da er vor allem seine Expertise in der Handicap-Prüfungs-Kommission sehr schätzt.
Herr Ostermann bittet die neuen Kandidaten sich vorzustellen. Frau Tonya Rogge berichtet, dass sie in Melbourne in eine Familie, die immer schon Rennpferde hatte, geboren wurde. Seit 2001 wohne sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bremen. 2003 habe sie mit ihrem Vater und ihrem Bruder und ihrer Schwester den Stall 5 Stars gegründet. Das beste Pferd bisher war It’s Gino, der dann auch in die Zucht gegangen ist. Seit 4 Jahren ist sie im Vorstand des Bremer Rennvereins und seit 2 Jahren ist sie Präsidentin.
Herr Marc Daßbach berichtet, dass er die dritte Generation des Gestüts Etzean ist, welches von seinem Großvater Heinz Weil gegründet wurde. Er leite mittlerweile das Gestüt zusammen mit seiner Mutter und leitete die letzten drei Jahre die Renndurchführung in Frankfurt. Außerdem ist er Mitglied der technischen Kommission und der Zuchtkommission.
Herr Matthias Seeber berichtet, dass er verheiratet ist einen Sohn hat und mit seiner Familie in Sottrum wohnt. Er sei seit 20 Jahren Besitzer und seit 10 Jahren Züchter. Er sei familiär nicht mit dem Rennsport vorbelastet habe aber mit 11 Jahren die Faszination bei einem Rennbahnbesuch in Hannover entdeckt. Er ist auch der Deutschlandrepräsentant des Auktionshauses Goffs.
Herr Ostermann fragt die Versammlung, ob sie der Durchführung der Wahl als Blockwahl zustimmen. Die Mehrheit ist dafür. Er bittet um das Votum zur Wahl des Vorstandes. Der Vorstand wird mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen gewählt. Herr Ostermann dankt für das Votum und gratuliert dem Vorstand.

Herr Ostermann bittet Frau Spratter sich der Versammlung vorzustellen, da sie die neu gewählte Präsidentin der Bayerischen Besitzervereinigung ist.
Frau Spratter, die Lebensgefährtin des Trainers John Hillis, arbeitet seit 30 Jahren mit Pferden und liebt den Rennsport.
Herr Ostermann bittet Frau Bernecker, die die Geschäftsstelle in Köln mit Herrn Krüger betreut, sich vorzustellen.
Frau Bernecker berichtet, dass sie durch ihre Eltern Rüdiger und Brigitte Schmanns sowie die Großeltern Peter und Gisela Schmanns in den Rennsport hineingeboren wurde und nun auch Ihren Weg gefunden hat, dort tätig zu werden.

TOP 10 Festsetzung des Vereinsbeitrages für das kommende Geschäftsjahr

Herr Krüger erklärt, dass der Vorstand aufgrund des ausgeglichenen Ergebnisses im Vorjahr, empfiehlt den Beitrag so zu belassen. Dies wird von der Mitgliederversammlung einstimmig genehmigt.




TOP 11 Wahl des Wirtschaftsprüfers

Herr Krüger teilt mit, dass der Vorstand vorschlägt, wie bisher die Firma Hans M. Klein + Partner zu wählen. Der Vorschlag wird von der Mitgliederversammlung einstimmig befürwortet.


TOP 12 Änderung der Regelung über Peitschenmissbrauch

Herr Leisten berichtet, dass der Ehrenpräsident Karl-Dieter Ellerbracke diesen Antrag gestellt habe. Dieser Antrag sei aus einer Sitzung nach dem Derby mit Beteiligung einiger Mitglieder der Technischen Kommission im Direktorium entstanden. Es stand die Frage im Raum, ob es nicht eine Regelung geben muss, die die Verwendung der Peitsche für die Zukunft besser regelt. Herr Leisten zählt auf, dass Herr Endres als Präsident des Düsseldorfer Rennvereins, Frau Mäder als Vorsitzende des Trainer- und Jockeyverbandes, Herr Dennis Schiergen für die Jockeys, Herr Dr. Tasch als ehemaliger Rennleiter, Herr Dr. Faßbender, Herr Krüger, Herr Vogel, Herr Schmanns und Herr Dr. Paul anwesend waren. Die Alternativen waren höhere Strafen oder Disqualifikation. Man einigte sich nach langer Diskussion auf eine Erhöhung der Strafen. Sollten diese Strafen nicht greifen, berichtet Herr Leisten weiter, werde man an der Frage der Disqualifikation nicht vorbeikommen. Er bittet noch einmal um eine formelle Zustimmung der Versammlung zu der in der angesprochenen Sitzung erarbeiteten Weisung, der die Mitgliederversammlung des Direktoriums gefolgt ist.
Herr Ostermann bittet zunächst noch um Meldungen zu diesem Thema.
Herr Bruno Faust fragt, warum sich dies nicht länderübergreifend einheitlich regeln lässt. Herr Endres verweist nochmal auf das Tierschutzgesetz in Deutschland, welches in anderen Ländern nicht besteht.
Herr Endres weist darauf hin, dass es die Regel der fünf Peitschenschläge schon vorher gab und man einfach nur möchte, dass diese eingehalten wird. Und es gab nun auch schon ausländische Jockeys, die seit der neuen Regel in Deutschland geritten sind und sich daran gehalten haben. Auch weist er darauf hin, dass diese Regeln auch für die Sponsoren wichtig sind.
Herr Baum weist als Rennvereinspräsident auch auf die Konfrontation mit Tierschutzorganisationen hin, dass es demnach sehr wichtig ist, dass die Regeln im Sinne des Tierschutzes eingehalten werden.
Herr Ostermann bittet um ein Votum, ob man den richtigen Weg gegangen ist den Peitscheneinsatz in dieser Art zu sanktionieren. Die Mitglieder stimmen mit 8 Enthaltungen zu.

TOP 13 Behandlung von Anträgen

Herr Ostermann teilt mit, dass keine weiteren Anträge vorlagen.

TOP 14 Allgemeine Aussprache

Herr Delong findet es unglücklich, dass die Satzungsänderung ohne Aussprache durchgeführt wurde, da er die Information über die Nachwuchsorganisation etwas dürftig findet. Herr Krüger weist darauf hin, dass man sich auch vorher schon jederzeit zu Wort hätte melden können und bezieht sich auf die Eingangsrede von Herrn Ostermann, dass die Idee der Nachwuchsorganisation ist, junge Leute bis Mitte 30 an den Rennsport heranzuführen und jungen Besitzern auch eine Stimme zu geben. Es sei nicht als Gegenverein zur Next Generation gedacht.
Herr Ostermann weist darauf hin, dass wir uns alle Mühe geben, Heranwachsende und junge Menschen im Sport zu halten und noch intensiver zu integrieren.
Herr Delong möchte noch wissen, wie die Anmeldung beim Vollblut-Experten Tag vonstattengeht. Herr Krüger erläutert, dass dies unabhängig vom Mitgliedsstatus nach dem First-come-first-serve-Prinzip geschieht.
Herr Tiedtke äußert sich als Rennvereinspräsident, dass er mit PMU bisher nicht die besten Erfahrungen gemacht habe, so habe die Totoumstellung keine Fortschritte gebracht und die Außenwette sei drastisch zurückgegangen. Er fragt, was ein positiver Weg aus der Kooperation mit der PMU für die Zukunft sei. Herr Ostermann weist darauf hin, dass es nunmehr erst acht Monate sind und man der deutsch-französischen Kooperation noch etwas Zeit geben sollte. Herr Dr. Jacobs ist im Verwaltungsrat und kann berichten, dass man sich fünf Mal im Jahr in Paris treffe und die Stimmung im Allgemeinen positiv und produktiv sei. Er führt aus, dass die Umsätze über dem Vorjahr liegen, was sehr wichtig sei, da der Kostenblock auch angestiegen sei, sodass die Gesellschaft dieses Jahr wahrscheinlich einen Verlust macht. Das Gute sei, dass alle rennsportlichen Maßnahmen beibehalten werden und es auch für 2017 dahingehend gut aussehe. Die PMU akzeptiert diesen Subventionskatalog, was sehr positiv sei. Natürlich sei es ein Drama, dass die Wettkassen so oft ausfallen. Leider gebe es dazu noch keinen Notfallplan. Auch Herr Dr. Jacobs weiß zum Zurückgang der Außenwette noch keine Antwort, dennoch möchte er betonen, wie produktiv und gut die Zusammenarbeit mit PMU sei. Es gebe weiterhin ein Projekt, aus dem wahrscheinlich ein eigener Fernsehkanal hervorgehe, sodass die Distribution der Bilder in der Breite Gestalt annehme.
Frau Mäder äußert, dass sie die Gebühr für die Eintragung von Decknamen sehr teuer findet und fragt, ob man da nicht etwas ändern kann. Herr Ostermann äußert, dass das Direktorium sehr mit seinem Haushalt kämpfen muss.
Weitere Wortmeldungen lagen nicht vor.
Herr Ostermann dankt auch im Namen des Vorstandes allen Anwesenden für die Teilnahme, wünscht noch eine erfolgreiche Woche und schließt die Versammlung.


Baden-Baden, 29. August 2016


f.d.R.



(Daniel Krüger)
 
 
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